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Jubiläum 2012

50 Jahre GGG Ausländerberatung

Jubiläumsfeier 2012

Am 16. Juni 2012 feierte die GGG Ausländerberatung ihr 50-jähriges Jubiläum im Rahmen des GGG-Tag. Kurz vor Mittag fand für geladene Gäste eine Jubiläumsfeier im Zunftsaal statt. Anschliessend präsentierten wir uns auf dem Rümelinsplatz mit einem Stand der Öffentlichkeit. Beim Jubiläums-Quiz konnte man prüfen, wie gut man die Schweiz und Basel kennt.

Reden

Dr. Guy Morin, Regierungspräsident Basel-Stadt

Es ist mir eine grosse Freude, mit Ihnen zusammen das 50. Jubiläum der GGG Ausländerberatung zu feiern. Wir feiern aber nicht nur 50 goldene Jahre einer Institution und ihre engagierte Arbeit. Wir feiern auch die Menschen dahinter, die mit ihrem Fachwissen, ihrer Kompetenz, ihrem Engagement und ihrer Empathie die Arbeit der GGG Ausländerberatung geprägt und ermöglicht haben. Wir feiern auch das Leben von Tausenden von Menschen aus den verschiedensten Kulturen, mit unterschiedlichen Lebensstilen und Bedürfnissen, die die GGG Ausländerberatung kennen und schätzen gelernt haben und von ihr professionell beraten und unterstützt wurden. Es sind zahlreiche Schicksale zugewanderter Menschen, die die GGG Ausländerberatung im Laufe dieser 50 Jahre, positiv beeinflusst hat.

Ich habe mich sehr über den letzten Jahresbericht der GGG Ausländerberatung gefreut. Auf dem Titelblatt heiss es «50 Jahre erfolgreiche Integration». Was kann man mehr dazu sagen? Seit 50 Jahren setzt sich diese Institution für eine gelungene Integration der Migrationsbevölkerung in Basel ein, sei es mit niederschwelliger Beratung und Informationsvermittlung in inzwischen 15 verschiedenen Sprachen, sei es mit schriftlichen Übersetzungen in 12 Sprachen, sei es mit Projektberatung und Vernetzung zu den Migrantenorganisationen oder zu zahlreichen Veranstaltungen und Projekten. Die Leistungen der Institution sind vielfältig und haben sich im Laufe der Jahre erweitert, um mit der Entwicklung unserer Gesellschaft und mit den Herausforderungen in der Integrationsarbeit mithalten zu können. Von der Beratung in Sachen Steuererklärung oder Fragen zum Basler Schulsystem bis hin zur Suche nach dem idealen Deutschkurs oder zu Fragen zum heiklen Thema Zwangsheirat – die GGG Ausländerberatung weiss Bescheid.

Nicht nur werden Migrantinnen und Migranten unterstützt, auch die einheimische Bevölkerung kann sich bei integrationsspezifischen Themen Rat holen, so werden beispielsweise Arbeitgebende beraten und gecoacht oder Nachbarn in einer Konfliktsituation geholfen.
 
Die GGG Ausländerberatung ist, meines Erachtens, eine Brückenbauerin zwischen den verschiedenen Lebensweisen unserer Stadt. Mit ihrem Fachwissen und ihren transkulturellen Kompetenzen fördert sie die Verständigung und ermöglicht Begegnungen. Darin liegt ein ebenso wichtiger Teil der Integrationsarbeit: Das Zusammenleben zwischen Einheimischen und Migrantinnen und Migranten zu ermöglichen, möglichst frei von Vorurteilen und geprägt von Respekt und Akzeptanz. Ihre Arbeit trägt ganz wesentlich dazu bei, dass Integration nicht zu einer leeren Worthülse verkommt, sondern konkret und nachhaltig wirkt.
 
Der Kanton Basel-Stadt hat eine vertrauensvolle Partnerschaft mit der GGG Ausländerberatung und steht mit ihr in einem Subventionsverhältnis. Während das Hauptgeschäft von «Integration Basel» im strategisch-konzeptionellen Bereich liegt, übernimmt die GGG Ausländerberatung operative Aufgaben mit direktem Kontakt zur Migrationsbevölkerung und zu Migrantenorganisationen. Die Institution ist für die Ausrichtung und Umsetzung der Integrationspolitik des Kantons von massgeblicher Bedeutung. Für uns ist es sehr wichtig, einen vertrauensvollen Partner zur Seite zu haben, mit dem wir gemeinsam für das Wohlbefinden unserer Stadt und ihrer Bewohnerinnen und Bewohner arbeiten können.
 
Die Integrationsarbeit, die nicht immer einfach ist, macht Freude, wenn individuelle Lebensperspektiven von Migrantinnen und Migranten im positiven Sinne geprägt werden, wenn Menschen wertgeschätzt und wenn weitere Schritte in Richtung sozialer Gerechtigkeit gemacht werden. Dies entspricht der Ergänzung zum Leitbild der Basler Integrationspolitik, welches die Chancegleichheit, die Förderung kultureller Vielfalt und die Gleichberechtigung aller Bewohnerinnen und Bewohner anstrebt.
 
Im Namen des Regierungsrates bedanke ich mich bei der GGG Ausländerberatung, beim Vorstand und bei Ihnen, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, für Ihr unermüdliches und wertvolles Engagement in den letzten 50 Jahren und wünsche uns allen weitere erfolgreiche Jahre mit einer anregenden Zusammenarbeit.
Dr. Géza Teleki, Präsident der Kommission

Wir feiern heute das 50jährige Bestehen einer gemeinnützigen Institution, die Menschen aus der ganzen Welt helfen will, sich in Basel in unserem  rechtlichen und gesellschaftlichen Umfeld zurecht zu finden. Zur Freude dieses Jubiläums gehört die erfolgreiche Entwicklung, die Zufriedenheit unserer Kunden und die Bekanntheit der  GGG Ausländerberatung, die unser Haus an der Eulerstrasse 26 zu einer der besten Visitenkarten der GGG gemacht haben.

Wir feiern heute aber auch die Menschen und Körperschaften hinter diesem Erfolg, die mit ihrem ehrenamtlichen oder bezahlten Einsatz, mit ihren Spenden und ihrer mannigfaltigen Unterstützung unsere Ausländerberatung  gegründet und gefördert haben. Ihnen allen gehört unsere Dankbarkeit.

Die Gründung der GGG Ausländerberatung, 1962, geht auf eine Anfrage an die GGG durch den Vorsteher des Kantonalen Arbeitsamtes (heute Amt für Wirtschaft und Arbeit AWA), Dr. Stricker, zurück. Die darauf von der GGG mit der Christoph Merian Stiftung und dem Basler Volkswirtschaftsbund aufgenommenen Gespräche führten zur Gründung einer "Kommission zur Betreuung ausländischer Arbeitskräfte". Die zentrale Frage war damals schon - was niemand überraschen dürfte -  die Finanzierung der zu gründenden Beratungsstelle.

Nun will es das Glück, dass wir heute unter uns einer der Pioniere der GGG Ausländerberatung haben. Es ist  alt Regierungsrat Dr. Peter Facklam, der mit seinen 82 Jahren lebendige Geschichte verkörpert und den ich  ganz herzlich begrüsse. Er war es, der als damaliger Sekretär des Basler Volkswirtschafts- bundes dank seinem Verhandlungsgeschick und seiner  guten Vernetzung erreichte, dass sowohl die Basler Regierung - federführend war Regierungsrat Edmund "Mundi" Wyss -  als auch die private Arbeitgeberschaft  der jungen Beratungsstelle  dringend benötigte Beiträge gewährten.

Dr. Peter Facklam blieb bis 1975 Mitglied der Kommission. Es war aber nicht das Ende seiner "Karriere" in der Ausländerberatung. Denn beinahe 20 Jahre später, nach seinem Rücktritt als Regierungsrat, erklärte er sich bereit, das Präsidium unserer Kommission  von 1995 bis 2003 ehrenamtlich zu überneh-men. Kein anderer als er hat mehr Verdienste um  unsere Ausländerberatung erworben.

Im Jahr 2011 wurde die Bedeutung für unsere ganze Gesellschaft der freiwilligen Arbeit  ins Zentrum gerückt. Ohne freiwillige Arbeit wäre auch die Ausländerberatung nicht das geworden, was sie heute ist. Im Sinne einer Ehrung und stellvertretend für alle Freiwilligen, die unsere Institution mit Rat und Tat unterstützt haben, werde ich jetzt unsere 7 Präsidenten seit 1962 kurz aufzählen:

  • Gründungspräsident war Hans Meyer-George, von dem ich leider keine Berufsangaben gefunden habe,
  • sein Nachfolger von 1964 bis 1970 war Manfred Nadolny, Inhaber einer Beratungsfirma für Personalfragen,
  • er wurde 1971 abgelöst durch Dr. Robert Feer, Ingenieur und Chemiker,  Inhaber einer Textilfabrik in Brombach im Wiesental,
  • ihm folgte 1977 auch ein Industrieller, Fritz Maier, Inhaber der Elastic AG,
  • dann übernahm 1985 Dr. Hans Dressler, alt Appellationsgerichtspräsident, das Zepter,
  • von 1991  bis  1994 war Dr. Christian Stoll, Chemiker in der Forschung bei Ciba-Geigy, Präsident.

Dann kam, wie schon gesagt, Dr. Peter  Facklam.

Der Nährboden unserer Arbeit ist die Migration. Wanderbewegungen von Menschen sind eine universelle Konstante. Was variiert sind die Gründe der Migration und die Regelung der Bedingungen der Zuwanderung und der Integration. In diesem Tätigkeitsfeld wird uns die Arbeit nicht so schnell ausgehen. Das Statistische Amt prognostiziert für Basel eine Zunahme der  ausländischen Bevölkerung von 1000 bis 1500 Personen pro Jahr, dies bis 2035!  Es erwarten also unsere Beratungsstelle, unsere Infostelle Integration und unseren Uebersetzungsdienst noch viele  Herausforderungen.

Möge die GGG Ausländerberatung auch in Zukunft im Geiste von Isaak Iselin zum Ruf  von Basel als einer offenen und gastlichen Stadt mit Auszeichnung beitragen.

Robert Weller, Geschäftsleiter GGG Ausländerberatung

Ich lade Sie ein zu einer kleinen Zeitreise in die 60er Jahre.

Als die „Beratungsstelle für ausländische Arbeitskräfte“ am 6. August 1962 ihre Arbeit aufnahm, verfolgte man verschiedene, teilweise ambivalente Ziele. Im Vordergrund stand natürlich das Engagement für in Not geratene Migranten. Ausserdem wollte man bei der Schweizer Bevölkerung Good-will für die Neuzugezogenen schaffen. Vermittelt wurde dann oft das Bild, dass „Ausländer zu Ruhe und Anpassung erzogen werden können, falls höflich aufgeklärt.“

Damit verbunden war der Wunsch nach grösstmöglicher Assimilation, was vermutlich dem damaligen Zeitgeist entsprach. Erzieherische Massnahmen drohten anfangs auch dem ratsuchenden Migranten bei der Ausländerberatung, wenn er sich nicht arbeitswillig und dankbar zeigte. Eine Beraterin kommentierte das Beispiel eines Studenten im Jahresbericht 1963 so: "Ich empfehle dem Jüngling, sein Glück in einem anderen Kanton zu versuchen. Er solle sich schämen, so zu jammern, er sei ja jung und gesund. …. Es breche ihm sicher kein Zacken aus der Krone, wenn er ... auch Arbeiten verrichte, die ‚unter seiner Würde’ seien. … Oder soll denn sein Patron den Boden wischen?"

Ein weiterer Berater hielt Deutschkurse für überflüssig, weil den Migranten angeblich die Bildung und der nötige Wille fehle. Sein Ratschlag lautete: "Besser, praktischer, wirtschaftlicher … wären berufliche Fortbildungskurse, vor allem Schweissen und Lesen von technischen Zeichnungen. ... Damit würden wir zwei Fliegen auf einen Schlag treffen: Erhöhung des Produktivitätskoeffizienten pro Arbeitskraft und Steigerung des Einkommens für den Arbeitnehmer, folglich grössere Arbeitsfreude (Berufsstolz), weniger Abgang und kleinere Rotationsziffer.“

Man mag über diese Aussagen schmunzeln und denken, das alles sei Geschichte. Aber wenn man heute die Medien verfolgt, tönt es ja manchmal nicht viel anders. Diese Beispiele machen auch deutlich, wie ambivalent das Beratungsverständnis am Anfang war. Man wollte helfen, las dann aber gehörig die Leviten, wenn sich jemand nicht an die Regeln hielt. Diese Ambivalenz zwischen Helfen und Belehren besteht auch heute noch. In unseren Zeiten umschreibt man das nur etwas schöner mit den Stichworten „Fördern und Fordern“.

Mitte der 60er Jahre wandelte sich dann das Selbstverständnis der Beratungsstelle enorm. Ab 1966 wurden dann doch Deutschkurse angeboten. Bereits im folgenden Jahresbericht war zu lesen: «Bei den Massnahmen zur Integrierung der ausländischen Arbeitnehmer ... steht mit an vorderster Stelle die Überwindung der Sprachbarriere.» Dabei wurde betont, dass nicht die Grammatik, sondern was Anderes ganz wichtig sei: "das Einfühlungsvermögen des Lehrers in die Mentalität und Stimmung der Schüler".

Man sprach also bereits 1967 nicht mehr von Assimilation sondern von Integration im Sinne eines – wie man damals sagte – "Mittelweg zwischen unseren und ihren Gewohnheiten". Mich erstaunt, dass der Gedanke der Integration so alt ist wie ich selbst. Die berühmte Frage "Wer hat’s erfunden?" können wir glaube ich mit Stolz beantworten: die GGG!

Die Pioniere von damals haben in einem schwierigen politischen Umfeld enorm viel zur Integration beigetragen. Herr Nadolny, Kommissionspräsident von 1964 bis 1970, schrieb uns vor wenigen Tagen einen Brief, aus dem ich zwei Sätze zitieren möchte:"Die 'Aktion gegen die Überfremdung von Volk und Heimat' von Herrn Schwarzenbach hatte grossen Zulauf. Ich nahm einmal an einer Podiumsdiskussion als Gegner von Schwarzenbach teil und erhielt prompt am nächsten Tag eine Morddrohung und sehr viele unflätige Briefe".

Diese Repressalien hielten die Verantwortlichen aber nicht davon ab, mutig ihren Weg weiter zu gehen. Sie haben damit die Voraussetzungen geschaffen, dass wir heute so erfolgreich arbeiten können. Dies verdient unsere Anerkennung und unseren Respekt. Ich bedanke mich rechtlich herzlich bei allen ehemaligen Mitarbeitenden und Kommissionsmitgliedern für ihre grossartigen Leistungen.

Die ersten 50 Jahre der GGG Ausländerberatung waren geprägt von Mut, Idealismus und Innovationskraft. Dies wünsche ich mir auch für die nächsten 50 Jahre. Die Chancen für ein Jahrhundert erfolgreiche Integration stehen gut. Denn motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen bereit, das Erbe der Pioniere fortzuführen und sich den zukünftigen Herausforderungen zu stellen. Ich danke meinem Team für sein Engagement und Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.

Ulrich Tilgner «Westliche Politik im Orient»

Am 14. November 2012 hielt Korrespondent und Autor Ulrich Tilgner einen Vortrag mit dem Titel "Westliche Politik im Orient". Dabei ging er Fragen nach wie: Welche Verantwortung trägt der Westen für die Probleme im Orient? Was wünschen sich die Menschen? Wie wirkt sich die aktuelle Entwicklung auf Europa aus? - Der Jubiläumsanlass, der von Gerwig Epkes (SWR) moderiert wurde, war ein Dankeschön für die Spender/innen, Mitarbeiter/innen und Vertreter/innen aus Politik, Verwaltung und Partnerorganisationen.

Reden

Dr. Géza Teleki, Präsident der Kommission

Wir feiern heute das 50jährige Bestehen einer gemeinnützigen Institution, die Menschen aus der ganzen Welt helfen will, sich in Basel in unserem  rechtlichen und gesellschaftlichen Umfeld zurecht zu finden. Zur Freude dieses Jubiläums gehört die erfolgreiche Entwicklung, die Zufriedenheit unserer Kunden und die Bekanntheit der  GGG Ausländerberatung, die unser Haus an der Eulerstrasse 26 zu einer der besten Visitenkarten der GGG gemacht haben.

Wir feiern heute aber auch die Menschen und Körperschaften hinter diesem Erfolg, die mit ihrem ehrenamtlichen oder bezahlten Einsatz, mit ihren Spenden und ihrer mannigfaltigen Unterstützung unsere Ausländerberatung  gegründet und gefördert haben. Ihnen allen gehört unsere Dankbarkeit.

Die Gründung der GGG Ausländerberatung, 1962, geht auf eine Anfrage an die GGG durch den Vorsteher des Kantonalen Arbeitsamtes (heute Amt für Wirtschaft und Arbeit AWA), Dr. Stricker, zurück. Die darauf von der GGG mit der Christoph Merian Stiftung und dem Basler Volkswirtschaftsbund aufgenommenen Gespräche führten zur Gründung einer "Kommission zur Betreuung ausländischer Arbeitskräfte". Die zentrale Frage war damals schon - was niemand überraschen dürfte -  die Finanzierung der zu gründenden Beratungsstelle.

Der Nährboden unserer Arbeit ist die Migration. Wanderbewegungen von Menschen sind eine universelle Konstante. Was variiert sind die Gründe der Migration und die Regelung der Bedingungen der Zuwanderung und der Integration. In diesem Tätigkeitsfeld wird uns die Arbeit nicht so schnell ausgehen. Das Statistische Amt prognostiziert für Basel eine Zunahme der  ausländischen Bevölkerung von 1000 bis 1500 Personen pro Jahr, dies bis 2035!  Es erwarten also unsere Beratungsstelle, unsere Infostelle Integration und unseren Uebersetzungsdienst noch viele  Herausforderungen.

Möge die GGG Ausländerberatung auch in Zukunft im Geiste von Isaak Iselin zum Ruf  von Basel als einer offenen und gastlichen Stadt mit Auszeichnung beitragen.

Robert Weller, Geschäftsleiter GGG Ausländerberatung

Liebe Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und Partnerorganisationen, liebe Spenderinnen und Spender, liebe Gäste

Nein, ich will Sie jetzt nicht eine halbe Stunde mit einem historischen Rückblick langweilen. Wer sich für die Geschichte der GGG Ausländerberatung interessiert, dem empfehle ich die Chronik im letzten Jahresbericht.

Ich möchte einfach nur danken. Mein Dank geht an Sie alle für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und die wohlwollende Unterstützung unserer Arbeit, in welcher Form auch immer. Besonders danken möchte ich den Mitarbeiterinnen, Mitarbeitern und Ehrenamtlichen der GGG, die mit Mut, Idealismus und Innovationskraft unsere Stelle aufbauten und heute noch stetig weiter entwickeln. Danke auch allen, die zum Gelingen dieses Abends beitragen.

Bevor wir mit Herrn Tilgner einen Blick in die Gegenwart werfen, doch noch ein Blick zurück – nur drei Minuten.

Als die „Beratungsstelle für ausländische Arbeitskräfte“ im August 1962 ihre Arbeit aufnahm, wollte man vor allem eines: Not lindern und helfen. Ausserdem wollte man bei den Einheimischen Good-will für die Neuzugezogenen schaffen.

Vermittelt wurde dann aber oft das Bild, dass (Zitat) „Ausländer zu Ruhe und Anpassung erzogen werden können, falls höflich aufgeklärt.“ – Ruhe und Anpassung, das bedeutete grösstmögliche Assimilation. Auch bei der Ausländerberatung blieb der Kunde – dem Zeitgeist entsprechend – vor erzieherischen Massnahmen nicht verschont. Eine Beraterin kommentierte das Beispiel eines Studenten im Jahresbericht 1963 so: "Ich empfehle dem Jüngling, sein Glück in einem anderen Kanton zu versuchen. Er solle sich schämen, so zu jammern, er sei ja jung und gesund. …. Es breche ihm sicher kein Zacken aus der Krone, wenn er [...] auch Arbeiten verrichte, die ‚unter seiner Würde’ seien. … Oder soll denn sein Chef den Boden wischen?"

Man wollte also einerseits helfen, las dann aber gehörig die Leviten, wenn sich jemand nicht an die Regeln hielt. Diese Ambivalenz zwischen Helfen und Belehren besteht auch heute noch. In unseren Zeiten umschreibt man das nur etwas schöner mit den Stichworten „Fördern und Fordern“.

Ein glühender Verfechter der Assimilation war der Berner Fremdenpolizeichef Marc Virot. In seinem Leitfaden für Einbürgerungsbehörden schrieb er Mitte der 60er-Jahre: „Ein Ausländer darf trotz seines Fleisses keinen Rhythmus einschlagen, der allzu sehr ausserhalb der Norm liegt. ... Der Wille, um jeden Preis reich zu werden, entspricht nicht unserer Art.“

Dank Herrn Virot habe ich inzwischen auch gelernt, warum es zwischen uns Deutschen und den Schweizern nicht immer so gut läuft. Er empfahl damals dem Ausländer, „mit den Wölfen zu heulen, um nicht aufzufallen“ – „Da wir (die Schweizer) rechthaberisch sind, darf er uns nicht widersprechen, wenn wir einmal unser Urteil abgegeben haben. Sie sollen uns ja nicht belehren wollen.“

Auch vor Liebesdingen schreckte Herr Virot nicht zurück. Zitat: „Der Ausländer soll den Frauen gegenüber nicht draufgängerischer sein als der vielleicht etwas biedere und leidenschaftslosere Schweizer.“

Die junge Ausländerberatung schlug glücklicherweise schnell einen anderen Weg ein. Bereits im Jahresbericht 1967 war zu lesen: «Bei den Massnahmen zur Integrierung der ausländischen Arbeitnehmer [...] steht mit an vorderster Stelle die Überwindung der Sprachbarriere.»

Man sprach also bei der GGG bereits vor 45 Jahren nicht mehr von Assimilation sondern von Integration. Damit komme ich zur Schlussfrage: „Wer hat’s erfunden?“

Weitere Texte, Medienberichte

50 Jahre Kompetenz und Menschlichkeit

Grusswort von Regierungspräsident Dr. Guy Morin im Jahresbericht 2011

50 Jahre Kompetenz und Menschlichkeit
Für den Kanton Basel-Stadt ist die GGG Ausländerberatung eine nicht wegzudenkende Unterstützung bei der sensiblen Aufgabe, neue Basler Einwohner/innen zu beraten, damit sie sich schnell gut einleben können oder in heiklen Situationen den richtigen Rat bekommen oder die richtige Anlaufstelle finden. Für diese Menschen ist es eine riesige Hilfe in einem für sie unbekannten Land, in einer ganz neuen Lebenssituation, einem Menschen gegenüber zu sitzen, der ihre Sprache nicht nur im linguistischen Sinn spricht.

Die GGG Ausländerberatung hat sich im Laufe der Jahre zu einer wichtigen Drehscheibe in der Integrationsförderung entwickelt. Sie berät nicht nur Privatpersonen, sondern auch Organisationen, die ihrerseits Integrationsprojekte durchführen möchten. Es ist uns wichtig, eine so erfahrene und verlässliche Organisation zu unterstützen. Ihre Nähe zur Migrationsbevölkerung macht sie zu einem wertvollen Partner in der Integrationsarbeit.

Diese Chronik zeigt weiter, dass hier mitgedacht wird und auf gesellschaftliche Entwicklungen reagiert wird. Ergebnisse sind unter anderem die sehr erfolgreichen Kurse zur Weiterbildung von religiösen Betreuungspersonen, die der Vielfalt der in Basel vertretenen Glaubensrichtungen Rechnung tragen und das friedliche Miteinander fördern. Eine weitere Erfolgsgeschichte stellt der Film zu dem heiklen Thema Zwangsheirat dar, der den Einstieg in  ein sehr sensibles Thema ermöglicht und Diskussionen über das Leben in 2 Kulturen anregt.

Unsere Zusammenarbeit ist von grossem gegenseitigem Respekt wie auch von der Freude an der Arbeit mit den Menschen aus den unterschiedlichsten Regionen geprägt. Im Namen des Regierungsrates bedanke ich mich sehr herzlich für die wertvolle Arbeit der GGG-Ausländerberatung und die wichtige Zusammenarbeit im Laufe der vergangenen Jahre und wünsche der Institution weiterhin viele erfolgreiche Momente.

Jubiläum in bewegter Zeit

Grusswort von Dr. Géza Teleki, Präsident der Kommission, im Jahresbericht 2011

Jubiläum in bewegter Zeit
Kurz vor dem 50. Jahrestag ihrer Gründung befindet sich die GGG Ausländerberatung in einem ausserordentlich bewegten Umfeld.

Von politischer Seite wurde mit dem bedrohlichen Schlagwort "Masseneinwanderung " eine Initiative zur Einschränkung der Zuwanderung lanciert. Die mit der EU auf Gegenseitigkeit vereinbarte Personenfreizügigkeit ist zunehmend Gegenstand von Kritik. Der anhaltende Zustrom von Ausländern wird für Wohnungsknappheit und Platzmangel in den Eisenbahnen verantwortlich gemacht. Demgegenüber melden Wirtschaft und Arbeitsmarkt trotz schwächerer Konjunktur einen anhaltenden Bedarf an ausländischen Arbeitskräften.

Auch die Integrationspolitik steht unter zunehmenden Druck. Das Basler Integrationsmodell, das zunächst landesweit Lob erhielt, wird heute von verschiedenen Seiten in Frage gestellt. Das Mittel der Integrationsvereinbarung, welche versuchsweise zur Durchsetzung der Integration im Einzelfall eingeführt wurde, wird als für Migranten zu nachteilig kritisiert.

Unsere Ausländerberatung selbst geriet anlässlich der Verlängerung des Leistungsvertrags ins Kreuzfeuer der politischen Debatte. Im Grossen Rat reichten die Anträge zur Leistungsabgeltung, je nach Partei, von gänzlicher Streichung bis zu Erhöhung um 45’000 Franken. Dass die Ratsmehrheit sich für eine Aufstockung entschied, freut uns natürlich. Noch mehr freuen uns aber die anerkennenden Voten über unsere Arbeit, die von kompetenter Seite im Rat vorgetragen wurden.

In der Vorfreude auf unser Jubiläum, welches im Rahmen des GGG-Tags am 16. Juni 2012 gefeiert werden wird, danke ich allen Menschen und Institutionen, welche in den letzten 50 Jahren die GGG Ausländerberatung zur allgemein bekannten und geschätzten Kompetenzstelle entwickelt haben.

GGG Einblick (Februar 2012)

«Im Verkehr mit dem Fremdarbeiter sollte jedermann etwas mehr Freundlichkeit und Gemüt zeigen»

Mit diesen Worten endete vor 50 Jahren ein «Bericht über die Probleme der fremdländischen Arbeitskräfte». Er war Arbeitsgrundlage für die Kommission zur Betreuung ausländischer Arbeitskräfte, die 1961 auf Anregung des Arbeitsamts von der GGG ins Leben gerufen wurde. Der Appell nach mehr Freundlichkeit und Gemüt zeigte am 6. August 1962 erste Wirkung: Die GGG eröffnete in der St. Alban-Vorstadt die Beratungsstelle für ausländische Arbeitskräfte.

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In 15 Sprachen auf jede Frage eine Antwort (BZ, 16.6.2012)

Integration
Die Ausländerberatung der Gesellschaft für das Gute und Gemeinnützige (GGG) feiert ihr 50-jähriges Bestehen. Trotz Internet hat die Nachfrage nicht abgenommen.

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Mozaik (Juni 2012)

50 Jahre GGG-Ausländerberatung
Die GGG Ausländerberatung wurde am 6. August 1962 in der St. Alban-Vorstadt eröffnet, und das auch im Interesse von Arbeitgebern und unter Beteiligung der Kantonsregierung und des Arbeitsamtes.

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